OSTSEE-ZEITUNG.DE | Freitag, 19. Dezember 2008 | Titelseite Bad Doberan
Hohenfelde „Wir haben kein großes Polster, aber wir können überleben“, sagt Karlheinz Siewert, ehrenamtlicher Bürgermeister von Hohenfelde, und meint den Haushalt für das kommende Jahr, der jetzt auf der Gemeindevertretersitzung beschlossen wurde. Das Volumen des Verwaltungshaushaltes liegt bei fast 696 000 Euro, das des Vermögenshaushaltes bei 110 600 Euro. Neben Pflichtausgaben für Brandschutz, Kita und Schule, aber auch für Straßen der Gemeinde und für Straßenbeleuchtung, hat die Kommune auch freiwillige Ausgaben im Plan, so für die Seniorenbetreuung, das Dorffest und den Chor. Für die Freiwillige Feuerwehr und für die Jugendwehr sind 20 900 Euro vorgesehen. An Gastschulbeiträgen müssen 79 000 Euro zu zahlen.
Gegenwärtig hat die Kommune Schulden in Höhe von mehr als 241 000 Euro. In dieser Summe sind Kredite für gemeindeeigene Wohnungen in Höhe von fast 168 000 Euro enthalten. Diese werden aus den Mieteinnahmen bedient.
Für das kommende Jahr sind wieder Fördermittel beantragt worden, so für die Erneuerung des Daches auf dem Kita-Gebäude und für den Ausbau des Schulweges im Rahmen des Dorferneuerungs-Programmes.
Zum Territorium der Gemeinde Hohenfelde zählen die Ortsteile Ivendorf und Neu-Hohenfelde. Es um umfasst eine Fläche von 942 Hektar. Der größte Teil davon, 682 Hektar, ist landwirtschaftlich genutztes Areal. Rund 95 Hektar macht Forstwirtschafts- und Waldfläche aus, 48 Hektar sind mit Straßen belegt.
Die Gemeinde erfüllt vor allem Wohnfunktion für ihre Bürger und ist stark geprägt durch die Landwirtschaft, heißt es im Bericht zum Haushaltsplan 2009.
Die zur Kommune gehörende Kindertagesstätte wird durch einen Kita-Verein betrieben. Derzeit gibt es innerhalb der Gemeindegrenzen immerhin 60 angemeldete Gewerbe – etliche Einzelunternehmen, Dienstleister, Schank- und Speisewirtschaft, Handwerksbetriebe, Transportunternehmen, Handel, Vertreter, Landwirtschaftsbetriebe.
Hohenfelde hat sich in den letzten Jahren mit einem regen kulturellen Leben und regelmäßigen Veranstaltungen in der Region einen Namen gemacht. P.W.
Link: Zum Artikel in der Ostsee-Zeitung
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