Feuerwehren bei Großbrand hilflos?

Feuerwehr
Sonntag - 24.02.2008 - 14:06:34 Uhr
OSTSEE-ZEITUNG.DE Freitag, 15. Dezember 2006 | Titelseite Bad Doberan

Wenig Koordination und Hilflosigkeit wirft ein Beobachter der Löscharbeiten am alten Moorbad den Einsatzkräften vor. Kreisbrandmeister Mayk Tessin verbucht den Einsatz dagegen als Erfolg.

Bad Doberan Wirbel um den Feuerwehreinsatz am alten Moorbad am Dienstag. Irritationslos herumlaufende Kameraden, zu wenig Löschwasser. Alt-Doberaner hätten zeigen müssen, wo ein Wasseranschluss zu finden sei. Axel Dallmann aus Hohenfelde hat den Einsatz vom Parkplatz eines nahen Discounters aus beobachtet und schilderte seine Eindrücke. „Unterm Strich war es traurig mit anzusehen, wie hilflos die Wehren vor diesem Brand standen und wie lange es dauerte, bis dann gelöscht wurde, wie man es von einer Wehr erwarten darf.“

Der Beobachter kritisiert zudem zu langsames Arbeiten. „Zwei Feuerwehrleute kämpften 15 Minuten mit ihrem Schlauch um halbwegs Wasser durch den selbigen zu bekommen. Wenn überhaupt Wasser kam, reichte dieser Strahl gerade einmal bis zur oberen Fensterfront, wobei es meistens ein Strählchen war“, schreibt Axel Dallmann.

Kreisbrandmeister Mayk Tessin, der nach Bekanntwerden des Ausmaßes die Einatzleitung und Koordinierung der insgesamt neun freiwilligen Feuerwehren übernahm, ärgert sich über diese Kritik. „Von außen gesehen mag der Einsatz unkoordiniert ausgesehen haben. Aber es musste erst einmal alles in Stellung gebracht werden“, so der Kreisbrandmeister. Das wirke dann vielleicht wie ein Kuddelmuddel. Der Erfolg des Einsatzes sei auf jeden Fall niemals gefährdet gewesen, konstatiert der Kreisbrandmeister. Auch wenn wegen nicht ausreichenden Löschwassers eine weitere Löschwasserstrecke zu einem nahen Bach gelegt werden musste.

Die Doberaner Kameraden, heißt es in der Einsatzinformation der Feuerwehr der Münsterstadt, seien nach der Alarmierung unwissend zum Gerätehaus geeilt, weil die Leitstelle keine Alarmdurchsage abgesetzt habe. Dem Alarmfax sei dann zu entnehmen gewesen, dass der Dachstuhl des alten Moorbades brennen solle. Neben den Kameraden der Kreisstadt wurden die Wehren in Kröpelin und Kühlungsborn zum Einsatz gerufen.

Die erste Lagemeldung des Gruppenführers vor Ort ließ dann das Ausmaß des Brandes nur erahnen: „Dachstuhl brennt in voller Ausdehnung. Kräfte und Mittel sind nicht ausreichend.“ Daraufhin wurden weitere Wehren alarmiert und der Kreisbrandmeister zur Einsatzleitung angefordert. Der habe seine Aufgabe rund 45 Minuten nach der ersten Alarmierung übernommen.

TRI


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Altes Moorbad in Flammen

Feuerwehr
Sonntag - 24.02.2008 - 14:06:26 Uhr
OSTSEE-ZEITUNG.DE Mittwoch, 13. Dezember 2006 | Titelseite Bad Doberan

Der Dachstuhl vom alten Moorbad brannte gestern lichterloh. Rund 80 Feuerwehrleute kämpften gegen die Flammen.

Bad Doberan Als die Sirenen gestern gegen 14.30 Uhr heulten, waberte schon dicker, beißender Qualm aus dem alten Moorbad. Kurz darauf splitterten Fensterscheiben, barsten Dachziegel und helle Flammen schlugen aus dem Dachstuhl. Schaulustige hielten das Schauspiel mit Handyfotoapparaten fest und Autofahrer gaben Gas, um die Straße an dem brennenden Gebäude noch passieren zu können, bevor Feuerwehr und Polizei die Zufahrtsstraße zur Autobahn vollständig sperrten. Die Signalhörner von Feuerwehren und Krankenwagen waren plötzlich aus allen Himmelsrichtungen zu hören. Insgesamt rasten 15 Einsatzwagen von acht freiwilligen Feuerwehren mit rund 80 Kameraden aus Bad Doberan, Parkentin, Nienhagen, Börgerende, Kröpelin, Kühlungsborn, Retschow und Hohenfelde in die Münsterstadt. Die Wehren aus Bad Doberan und Kühlungsborn brachten ihre Drehleitern in Position und die Kameraden rückten den tosenden Flammen, hoch über dem Dach im Löschkorb schwebend, zu Leibe.

„Als wir eintrafen, mussten wir einen Dachstuhlvollbrand feststellen und konnten wegen der Holz-Zwischendecken im Gebäude aus Sicherheitsgründen nur von außen löschen“, erklärte Kreiswehrführer Mayk Tessin. Mit drei Kameraden aus Bad Doberan und Kühlungsborn gründete er eine Einsatzleitung und gemeinsam organisierten sie die Löschung des Brandes. „In dem Moment, als die Flammen aus dem Dach hinausschlugen, bekamen sie Sauerstoff und der Brand breitete sich in Windeseile auf den gesamten Dachstuhl aus“, erzählte er. „Aber glücklicherweise wurde niemand verletzt und das Feuer sprang auch nicht auf benachbarte Gebäude über“, sagte er am Abend erleichtert.

„Vier Kripobeamte sind vor Ort, sie werden nach Beendigung der Löscharbeiten die Ermittlungen aufnehmen“, erläuterte Tessin. Doch die Kameraden der ansässigen Feuerwehr waren bis in den späten Abend mit der Beseitigung der restlichen Glutnester beschäftigt. Somit war die Brandursache gestern noch völlig offen.

In der Stadt rollte der Straßenverkehr nur zäh. Der Autobahnzubringer war stundenlang gesperrt, von der Kreuzung am Alexandrinenplatz gab es lange Rückstaus.

INES SCHÖBEL


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Traktorbrand ließ Unmut auflodern

Feuerwehr
Sonntag - 24.02.2008 - 14:05:31 Uhr
OSTSEE-ZEITUNG.DE Wochenendausgabe, 19. August 2006 | Titelseite Bad Doberan

Sauer sind junge Kameraden der Doberaner Feuerwehr auf die Leitstelle. Sie wurden nicht zu einem Brand nach Retschow gerufen.

Bad Doberan/Retschow Der Brand eines Traktors am Mittwoch in der Gemeinde Retschow hat bei Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr die Gemüter erhitzt. Denn sie seien als Schwerpunktwehr viel zu spät beziehungsweise erst gar nicht alarmiert worden. Da die freiwilligen Feuerwehren in Retschow und Hohenfelde mit technischen Problemen zu kämpfen hatten und nicht ausrücken konnten, hätte die Leitstelle die Brandschützer aus Bad Doberan hinzuziehen müssen, so Frank Skorupa von der Doberaner Wehr. Die Doberaner hätten sich angeboten, sollten die Einsatzfahrt aber abbrechen. Gerade jüngere Kameraden der Doberaner Wehr, so Skorupa, hätten mit der Entscheidung der Leitstelle ihre Probleme – zumal Ähnliches schon häufiger vorgekommen sein soll.

Die zuständige Amtsleiterin in der Kreisverwaltung sieht die Angelegenheit in einem etwas anderen Licht. Aufgrund des gemeldeten Traktorbrandes – „ein Feuer klein ohne Gefahr für menschliches Leben“ – seien die Wehren Retschow und Hohenfelde alarmiert worden. Trotz Problemen, so Jana Rothnberger, seien beide Wehren vor Ort gewesen. Unterstützt wurden sie von Kameraden aus Reinshagen. Am Einsatzort seien zwei wasserführende Fahrzeuge gewesen. Die Schwerpunktwehr Bad Doberan zu alarmieren habe sich damit erledigt. Nach der gültigen Alarm- und Ausrückordnung müssten die Doberaner nicht zu kleinen Feuern gerufen werden.

Die Entscheidung der Leitstelle, die zwischenzeitlich angeforderten Doberaner Kameraden den Einsatz abbrechen zu lassen, sei absolut richtig gewesen, betont Jana Rothenberger. Zumal vom Einsatzleiter die Meldung kam, Kräfte und Material am Einsatzort seien ausreichend. Die Retschower und Hohenfelder Kameraden konnten zusammen eine Einsatzstaffel stellen, die dann noch von den aus Reinshagen angereisten Brandbekämpfern unterstützt worden sei.

Skorupa dagegen fürchtet, dass die Feuerwehren zum politischen Spielball würden. „Muss erst ein Menschenleben zu Schaden kommen, bevor ein Umdenken einsetzt?“

TIMO RICHTER


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Erste Feldbrände in Stülow und Bargeshagen

Feuerwehr
Sonntag - 24.02.2008 - 14:05:16 Uhr
OSTSEE-ZEITUNG.DE Dienstag, 18. Juli 2006 | Titelseite Bad Doberan

Bad Doberan Die lang anhaltende Trockenheit führte jetzt auch in unserer Nähe zu ersten Feldbränden. Gestern gegen 13.45 Uhr ertönte in Bad Doberan die Sirene. Die Feuerwehr Bad Doberan wurde zu einem Feldbrand nach Stülow gerufen. Mit ihr alarmiert wurden auch die Ortsfeuerwehren aus Hohenfelde und Retschow. Zunächst rückte das Tanklöschfahrzeug 16/25 aus, dann folgten das Tanklöschfahrzeug 32/70 und ein Löschgruppenfahrzeug. Die Kameraden hatten ein Feuer auf etwa 200 Quadratmeter Stoppelacker zu löschen. „Es konnte schnell unter Kontrolle gebracht werden, so dass ein größerer Schaden verhindert wurde“, heißt es von der Bad Doberaner Wehr. Nach 30 Minuten war der Einsatz beendet, an dem 14 Kameraden beteiligt waren.

Ein weiterer Feldbrand ereignete sich gestern nur eine halbe Stunde früher, um 13.14 Uhr, an der Straße zwischen Bargeshagen und Rabenhorst. Hier rückten Kameraden der Wehren Parkentin sowie Admannshagen-Bargeshagen aus.

R. P.


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Reddelicher gewannen Pokal beim Amtsausscheid

Feuerwehr
Sonntag - 24.02.2008 - 14:05:08 Uhr
OSTSEE-ZEITUNG.DE Montag, 22. Mai 2006 | Stadt und Land

Rethwisch Beim diesjährigen Feuerwehr-Amtsausscheid der Jugend in Rethwisch gewann die Reddelicher Jugendwehr am Sonnabend mit einer Punktzahl von 1387.

Auf dem Sportplatz an der Schule traten sechs Mannschaften mit je neun Teilnehmern an. Gekämpft wurde in zwei Disziplinen. Einmal galt es, einen wasserlosen Löschangriff zu simulieren. Im Teil B wurden die sportlichen, nach Alterstufen gestaffelten Leistungen getestet. Dabei ging es unter anderem um Hindernislauf.

Es nahmen Kinder und Jugendliche im Alter von neun bis 18 Jahren am Wettkampf teil. Das Wetter war dem Feuerwehrnachwuchs hold. Die jungen Wehren konnten bei zwar windigem, jedoch schönem Wetter all ihr Können vorführen. „Die Übung war schon schwer“, gestand die zehnjährige Cindy. „Ich muss noch mehr üben“, meinte die neunjährige Franziska aus Rethwisch. Ihre Mannschaft schaffte leider nur den fünften Platz. Zweiter wurde Hohenfelde mit 1371 Punkten. Nienhagen schaffte den dritten Platz mit 1368 Punkten.

„Wichtig ist, dass die Jugend auch ihren Spaß dabei hat“, meinte Sven Reinke aus Hohenfelde, stellvertretender Amtsjugendwart. „Toll ist, dass sich die Gastgeber gut vorbereitet hatten“, freute er sich.

SABINE HÜGELLAND


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Mitten im Unterricht ertönte die Sirene

Feuerwehr
Sonntag - 24.02.2008 - 14:04:36 Uhr
OSTSEE-ZEITUNG.DE Freitag, 17. März 2006 | Stadt und Land

Hohenfelde Die heißen Übungstage werden den jungen Feuerwehrleuten aus Hohenfelde noch lange in Erinnerung bleiben. Die Mädchen und Jungen um Wehrführer und Jugendwart Steffen Kampa und Bastian Hexel saßen gerade im Unterrichtsraum des Feuerwehrhauses von Hohenfelde. Mitten im Unterricht ertönte um 11.32 Uhr die Sirene der 700-Einwohner-Gemeinde. Ziel des Einsatzes war ein Garten im Dorf. Dort hatte sich eine Katze zu hoch hinausgewagt und nun lag es an den jungen Feuerwehrleuten, sie unversehrt vom Baum zu holen. Leitern wurden zusammengesteckt und da dies der erste Einsatz dieser Art war, gab es eine Anleitung durch die schon ausgebildeten Kameraden. Der erste Einsatz war ein Erfolg und die Katze froh, wieder festen Boden unter den Pfoten zu haben.

Um 16.34 Uhr wurde die Feuerwehr zum zweiten Übungseinsatz gerufen. An der Friedenseiche mitten im Dorf waren zwei Pkw miteinander kollidiert. Verletzte waren aus den Autos zu bergen. Jens Preuß hatte eine blutende Schädelverletzung. Die Unfallstelle musste gesichert werden. Auch diesen Einsatz meisterten die jungen Feuerwehrleute mit Bravour, und so hatten sie sich das Abendbrot redlich verdient.

Doch die Ruhe nach dem Abendbrot wurde jäh unterbrochen: Im Gewerbegebiet der Gemeinde stand ein Haus in Flammen. Im Schneetreiben und bei starkem Wind lag es nun an den Jugendlichen, dem Feuer Herr zu werden und es zu löschen. Die Freiwillige Feuerwehr Retschow half den Hohenfeldern bei diesem Einsatz. Sie stellte extra große Scheinwerfer zur Verfügung. So konnten die Wehrleute das Feuer mit einem soliden Löschangriff beseitigen. Nach diesem anstrengenden Einsatz hieß es ab nach Hause. Die Auswertung folgte einen Tag später: Alle Einsätze waren ein voller Erfolg. Die Jugendlichen waren begeistert und die Großen lobten sie für die erfolgreiche Umsetzung ihrer theoretischen Kenntnisse. Das Wochenende war ein toller Erfolg und die Mühe der Organisatoren Steffen Kampa und Bastian Hexel und ihrer Helfer hat sich gelohnt.

MARTIN DOSTAL


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Löschwasser gegen Langeweile

Feuerwehr
Sonntag - 24.02.2008 - 14:04:27 Uhr
OSTSEE-ZEITUNG.DE Mittwoch, 08. Februar 2006 | Stadt und Land

Langeweile ist ein Fremdwort für die Mädchen und Jungen der freiwilligen Feuerwehr in Hohenfelde. Sie haben immer etwas zu tun.

Hohenfelde Oft hört man gerade von Jugendlichen, dass es in und um die Dörfer wenig für sie zu unternehmen gibt. In Hohenfelde können die Jugendlichen den Gemeinderaum für sich nutzen, aber es gibt noch mehr für die jungen Leute. Die freiwillige Feuerwehr in Hohenfelde erfreut sich an den vielen Jugendlichen, die regelmäßig kommen um später einmal Brände zu löschen oder um bei Unfällen zu helfen. Die Jugendfeuerwehr in Hohenfelde gibt es bereits seit 1996.

Dass die Jugendfeuerwehr keine reine Jungen- oder Männerdomäne ist, wird hier ganz besonders deutlich. Der 19-jährige Bastian Hexel ist Jugendwart und sein Kamerad, der gleichaltrige Steffen Kampa, ist Wehrführer. Sie arbeiten mit den anderen sieben Jungen und sechs Mädchen in einem Team. Dass es bei der Jugendfeuerwehr nie langweilig wird, weiß Bastian, der in Rostock das Fachgymnasium für Wirtschaft besucht, nach neun Jahren Mitgliedszeit ganz genau. Dass er damals in die Jugendfeuerwehr Hohenfelde eintrat, war kein Zufall. „Bei uns liegt es sozusagen in der Familie. Mein Opa, mein Papa und seit fünf Jahren auch mein kleinerer Bruder waren und sind noch in der Feuerwehr aktiv. Das spornt an und macht Spaß.“

Jessica Brunnkal (15) ist seit sechs Jahren dabei. „Mir machen die Wettkämpfe besonders viel Spaß, weil man sich dort mit anderen Gemeinden messen kann.“ Doch damit Erfolge wie der 1. Platz im Löschangriff-Nass voriges Jahr erkämpft werden können, muss zuerst die Theorie und danach die Praxis geübt werden. Denn auch wenn es sich hierbei um eine Übung oder einen Wettkampf handelt, sollte auch dort jeder Handgriff sitzen, damit im Ernstfall später keine gravierenden Fehler auftreten. Doch die Freiwillige Feuerwehr Hohenfelde unternimmt mit ihren Nachwuchsfeuerwehrleuten auch noch andere Aktivitäten. Neben diversen Teamaktivitäten wie Radtouren, Ausflüge auf die Sommerrodelbahn oder Bowlen gehen helfen die Jungen und Mädchen der freiwilligen Feuerwehr Hohenfelde bei der alljährlichen Müllsammelaktion, um ihren Ort sauber zu halten. Die letzten Jahre halfen sie auch beim Ostseemeeting mit, die Pferderennbahn in einen rennfähigen Zustand zu bringen.

Dem 15-jährigen Robin Hexel machen aber die Wettkämpfe mit anderen Wehren am meisten Spaß. „Die Teilnahme an großen Wettkämpfen wie dem Bundeswettkampf im letzten Jahr gehören für mich zu den Highlights“, findet Robin, der die Regionale Schule am Kamp besucht. Besonders freut er sich schon auf den Tag der Berufsfeuerwehr, der dieses Jahr erstmalig angeboten wird. Dieser Tag beinhaltet nicht nur die theoretische Ausbildung, sondern auch noch einen Übungseinsatz. Hinzu kommt ein Erste-Hilfe-Lehrgang, wo die Jugendlichen die Grundlagen der Erstversorgung am Unfallort erlernen.

Unterstützt wird die Freiwillige Feuerwehr Hohenfelde nicht nur von der Gemeinde, sondern auch von der Ostseesparkasse, die der Feuerwehr erst vor kurzem das Geld für ein neues Mannschaftszelt spendierte. Wer jetzt Lust bekommen hat, Feuer zu löschen und Leben zu retten, kann diesen Samstag um 9 Uhr in der Feuerwehrstation Hohenfelde vorbeischauen.

PHILIPP RÖTZ


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Brenzlige Vergangenheit

Feuerwehr
Sonntag - 24.02.2008 - 14:03:25 Uhr
OSTSEE-ZEITUNG.DE Montag, 29. August 2005 | Stadt und Land

Für eine Feuerwehr von 20 Leuten muss die von Hanstorf recht häufig ausrücken. Am Wochenende wurde sie 75 Jahre alt.

Hanstorf Es geschah an einem Sonnabendnachmittag vor vier Jahren. In dem kleinen Ort Hastorf stand mit einem Mal eine Scheune in Flammen. 1000 Ballen Heu und Stroh brannten lichterloh. Mehr als 1000 Grad heiße Flammen züngelten in den Himmel. Fast drei Tage lang kämpften die Kameraden der Hanstorfer Feuerwehr zusammen mit denen aus Bölkow gegen die Flammen. „Unsere Frauen haben nachts Kuchen gebacken und Soljanka gekocht. Die Männer haben teilweise im Stehen geschlafen und dabei den Schlauch gehalten“, so Wehrführer Harald Schoknecht.

Was in Hastorf geschah, davon erzählen seine Wehrleute noch heute. Es war der größte Einsatz in den vergangenen Jahren und wohl einer der größten, seit es in Hanstorf eine Feuerwehr gibt. 75 Jahre sind das immerhin. Am Sonnabend wurde das Jubiläum gefeiert – mit einem Fest am Tag, einem Ball am Abend und einem Umzug am Morgen.

An dem Festmarsch nahmen zig Wehrleute aus der Gemeinde Satow, aus Hohenfelde und aus Kühlungsborn teil. Ein dutzend Einsatzwagen ließ auf dem Weg von Gorow nach Hanstorf Sirenen heulen. Der Tross wirkte, als wolle er an die brenzlige Vergangenheit erinnern, in der die Kameraden anderer Hab und Gut retteten, manchmal auch ein Leben.

Heute geht es bei Feuerwehr-Einsätzen nicht mehr ausschließlich um Brandbekämpfung. Auch die Hanstorfer Kameraden werden oft bei Verkehrsunfällen alarmiert oder um Tiere zu retten. Für eine Wehr von derzeit 20 Leuten müssen die drei Frauen und die Jungs von Harald Schoknecht recht häufig raus. „In diesem Jahr bereits achtmal“, sagt er.

Seit 1978, als der heute 49-Jährige Wehrführer wurde, ist trotz explodierenden Gasflaschen, umherfliegenden Asbest-Teilen und trotz all der Flammen keinem ernsthaft etwas passiert. „Wir hatten einmal einen leicht Verletzten“, sagt Schoknecht. Glut war in dessen Kragen gefallen. Er erlitt Brandblasen.

Für Satows Bürgermeisterin Elfie Krüger ist die Feuerwehr aus dem „Sicherheitskonzept der Gemeinde gar nicht mehr wegzudenken.“ Sie übergab gestern 500 Euro an die im Hanstorfer Feuerwehrhaus feiernden Kameraden. Das Gebäude ist laut Schoknecht vor zwei Jahren übergeben worden. Es löste die kleine Buchte an der Landesstraße ab. An der Wand des neuen Hauses prangt ein Schild. Es spricht für sich: „Retten Löschen Bergen Schützen. Freiwillige Feuerwehr Hanstorf“.

THOMAS PULT


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Im Visier die Leistungsspange

Feuerwehr
Sonntag - 24.02.2008 - 14:03:06 Uhr
OSTSEE-ZEITUNG.DE Wochenendausgabe, 20. August 2005 | Stadt und Land

Neun Jugendfeuerwehrleute aus Bad Doberan, Retschow und Hohenfelde lernen gemeinsam: Ihr Ziel ist die Leistungsspange.

Hohenfelde Theorie muss sein. Auch wenn das Wetter eher zum Baden reizt. Neun Jugendfeuerwehrleute der Freiwilligen Feuerwehren (FFw) Retschow, Hohenfelde und Bad Doberan drückten gestern Abend die Schulbank im Gerätehaus Hohenfelde. Ihr Ziel: die Leistungsspange.

Vermittelt wurde unter anderem theoretisches Wissen über Organisation und Arbeit in der FFw. In rund zwei Stunden wurden außerdem Kenntnisse über Geräte-Technik und Einsatzwagen erlangt. Löschmittel und Löschverfahren sowie Unfallverhütung wurden erklärt. Gesellschafts- und Jugendpolitik standen auch auf dem Programm.

„Um am Lehrgang für die Leistungsspange teilnehmen zu können, müssen die Kameraden mindestens 15 Jahre alt sein“, so der Jugendwart aus Hohenfelde, Steffen Kampa. „Außerdem sollten sie ein Jahr bei der FFw dabei sein“, erklärt er. „Für die Leistungsspange üben wir seit rund drei Monaten“, berichtet Kampa. „Zusätzlich zum eigentlichen Training einmal in der Woche. Wenn im Oktober vermutlich sechs Mannschaften gegeneinander antreten, muss alles sitzen.“ Wobei es gilt, vorgeschriebene Normen, außer beim Löschangriff nass, einzuhalten. So gehören auch Kugelstoßen, Schnelligkeitsübungen und Staffellauf zu den Prüfungsdisziplinen.

In der FFw Hohenfelde sind dreizehn Kameraden in der Jugendwehr. Retschow kann mit zehn jungen Leuten aufwarten. Doberans Wehr hat zurzeit nur noch vier Kameraden in der Jugendwehr. „Das liegt daran, dass im letzten Jahr sehr viele in die aktive Wehr gewechselt sind“, sagt der 19-Jährige. Er ist seit sieben Jahren bei der FFw Hohenfelde dabei.

Der Grund, warum die drei Wehren gemeinsam in einer Mannschaft antreten werden, liegt auf der Hand. „Wir suchen Nachwuchs für die FFw, wollen auch mit dieser Gemeinschaftsaktion dafür werben“, sagt der Jugendwart. „Es ist ja nicht so, dass wir nur lernen und üben“, so Kampa. Auch in der Freizeit wird viel gemeinsam unternommen, werden Freundschaften geschlossen, die oft ein Leben lang halten, weiß der junge Mann.

SABINE HÜGELLAND


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Retschow lockt zum Feuerwehrtag

Feuerwehr
Sonntag - 24.02.2008 - 14:02:42 Uhr
OSTSEE-ZEITUNG.DE Freitag, 24. Juni 2005 | Stadt und Land

Retschow Morgen laden die freiwillige Feuerwehr und die Jugendfeuerwehr Retschow zum diesjährigen Feuerwehrtag ein. Er beginnt um 13 Uhr. Die Wehren aus Hohenfelde, Reddelich und Retschow sowie die Jugendwehren aus dem Amtsbereich Bad Doberan-Land werden in der Disziplin „Löschangriff nass“ gegeneinander antreten. Für die jüngsten Besucher gibt es eine Springburg und eine Negerkussmaschine. Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Der Feuerwehrtag, es ist der mittlerweile 13., wird am Retschower Gerätehaus veranstaltet.


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